Freitag, 17. Februar 2017

Gedankengänge #1




Tja, ja. Auch ich hab komische Gedankengänge, die ich aufschreibe. Und ich hab beschlossen, diese nun hier zu veröffentlichen. Ich werte nicht, ich kritisiere nicht. Die Gedanken kommen aus unterschiedlichen Situationen und sind lang oder kurz. Aber vielleicht findet sich ja der eine oder andere in ihnen. Lasst mir gerne eure Meinung in den Kommentaren da.

Ich habe gemerkt, dass #ProjectOneYear nicht nur meine Schreibziele voran treibt, sondern mich auch verstärkt selbstreflektieren lässt. Selbstreflexion ist etwas, viele gar nicht mehr können. Wie wirke ich auf andere?
Aber darum soll es nicht gehen, damit nahm es nur seinen Anfang.
Es geht um Dankbarkeit. Dankbar sein bedeutet nicht, seinen Gegenüber mit Geschenken zu überschütten oder ihm zu Füßen zu liegen, wenn dieser etwas für einen getan hat. Dankbarkeit hat viele Gesichter und ich glaube, dass einige die Dankbarkeit in ihrer einfachsten Form verlernt haben.

Dankbar kann man in vielerlei Hinsicht sein.

Ein weiterer Monat im #ProjectOneYear neigt sich dem Ende entgegen. Was das Schreiben angeht läuft alles gut, da kann ich mich nicht beschweren! Es gibt gute Tage und es gibt weniger gute Tage, aber die nehme ich eben, wie sie kommen.
 
Was mein Ziel „Finde das Gute in jedem Tag“ angeht, sieht es schon anders aus, denn nicht immer sehe ich das Gute, egal wie sehr ich mich anstrenge. Aber ich habe gemerkt, dass mir die unleidlichen, kleinen Dinge eher auffallen und ich bewusst dagegen angehe. Dass ich mir bewusst Dinge ins Gedächtnis rufe, über die ich mich freue, damit dass andere in den Hintergrund tritt. Ich weiß, dass es noch da ist und dass ich vielleicht eine Weile brauche, um es zu verarbeiten, aber es hemmt mich nicht mehr. Es nimmt nicht mehr meine ganzen Gedanken ein. Ich akzeptiere die Ärgerlichkeiten und sehe sie als Herausforderung für mich selbst.

Ich lerne, mich über die kleinen Dinge zu freuen und dankbar dafür zu sein.
 
Ich freue mich über die gemeinsamen Projekte von Katharina und mir, auf den Frühling und, dass ich den Balkon neu bepflanzen kann, auf viele tolle Geschichten in meinem Kopf. Auf neue Bücher die gelesen werden wollen, auf mehr Zeit zum Schreiben. Auf das Lachen meines Kindes wenn sie vom Schwimmen kommt und mir sagt, dass sie es jetzt kann. Auf das Mitarbeitergrillen bei einer Kollegin im Sommer und einen Friseurbesuch. Auf die Erscheinung der nächsten Anthologie bei der ich dabei bin. Auf die restlichen Sonnenstrahlen am Abend und die neuen am Morgen. Auf die erfrischende Kühle wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre. Auf 3kg weniger auf der Waage (und das Belohnungseis^^). Auf den ersten Kaffee am Morgen....
Für all das und noch viel mehr bin ich dankbar. Dankbar, dass ich mich darüber freuen kann!

Es sind doch die kleinen Dinge, die uns erst recht bewusst machen, wie vergänglich alles ist. Wir sollten uns viel öfter hinsetzen und nachdenken, für was wir heute dankbar sein können. Und wenn es nur die Tatsache ist, dass wir gesund sind, Essen im Kühlschrank haben und ein Lächeln im Gesicht.

Vielleicht sollten wir wieder mehr den Menschen unsere Dankbarkeit zeigen, die es verdient haben, als denen, die es nicht zu schätzen wissen.
Die Postfrau, die sich jeden Tag abrackert und nichts dafür kann, wenn wieder eine Rechnung im Briefkasten ist. Sie trotzt Regen und Schnee und macht ihren Job.
Den Müllmännern, die es nun wirklich nicht leicht haben.
Der netten Verkäuferin im Supermarkt, die noch immer lächelt, auch wenn die drei Personen vor mir, sie wirklich gemein angemault haben.
Dem Busfahrer, der trotzt Verspätung noch auf mich wartet, weil er mich rennen sieht.
Wir sollten mehr Lächeln, mehr dankbar sein und nicht immer gleich das schlechte in allem sehen, denn wir wissen nicht, was diese Person schon durchgemacht hat, bevor sie auf uns traf.

Lächelt in die Welt und seid dankbar, wenn es zurückkommt!

Und dann schreibt eine Geschichte und seid dankbar, dass ihr es könnt. 

Danke ihr Lieben, für eure Zeit!
Juliane 





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